Die Geduld zeigt Erfolge……

Am 9. Juni war ich beim WEM (Waldviertler Eisenman) auf der Mitteldistanz am Start. Eine der schönsten, aber mit Abstand die schwerste Mitteldistanz in Österreich. Nach einer ausgezeichneten Schwimmleistung und einer sehr guten Radperformance mit vielen Höhenmetern, konnte ich zum ersten Mal nach meiner verletzungsbedingten Laufpause wieder schmerzfrei den Halbmarathon absolvieren. Obwohl die Laufstrecke um den See nur aus Wald-und Wiesenboden bestand, was für meine „Baustelle“ immer eine sehr große Herausforderung war, hat das Haxerl super gehalten. Der Trainingsrückstand war beim Tempo zwar noch deutlich zu sehen, aber geduldig hab ich das Rennen beendet und wurde dafür mit dem 1. Platz  in meiner Altersklasse belohnt!

Weiter gings am 14. Juli nach Wallsee, wo die österreichischen Meisterschaften auf der olympischen Distanz ausgetragen wurden. Definitiv nicht meine Paradedisziplin, aber wir haben das Rennen als gutes Training gesehen. Bestückt mit meinen neuen Laufrädern und gespannt wie ein Regenschirm, wie sie sich im Rennen wohl anfühlen, bin ich am Vortag angereist, um möglichst ausgeruht ins Rennen gehen zu können. Aber bis zum Start wars noch ein spannender Weg……

Die Wassertemperatur von 22,6° (die sich wie maximal 20° anfühlten) hatte Neoprenverbot zur Folge, was für mich leicht frierendes Hascherl nicht so fein war. Die größere daraus resultierende Herausforderung für mich war jedoch zu entscheiden, ob ich mit meinem neuen Einteiler schwimmen sollte, den ich normalerweise unter dem Schwimmsuit trage, oder mit dem Schwimmsuit das ganze Rennen mach. Beides zusammen (so wie ich es gewohnt war und kannte) war auf der olympischen Distanz bei österreichischen Meisterschaften nicht erlaubt. Das habe ich aber erst kurz vorm Start bei der Wettkampfbesprechung erfahren……

Ich entschied mich für den Schwimmsuit….goldrichtig wie ich später im Wasser feststellte, denn das Schwimmen war richtig anspruchsvoll. Der enge Einteiler hätte mir wahrscheinlich ein unnötiges Engegefühl beschert.

Als dann kurz vorm Start noch das Gewitter hergeschaut hat und ich beim Aufsetzen meiner Badekappe plötzlich zwei Teile in der Hand hatte, hab ich ganz kurz einmal die Nerven weggeschmissen. Ein bisschen hatte es gedauert, aber dann hab ich ihn wieder gefunden…..den ruhigen Geist…..und ab gings ins Wasser…..1,500m waren zu schwimmen. Zug um Zug hab ich Meter für Meter hinter mich gebracht und bin schließlich aus dem Wasser raus…..rein in die Wechselzone…..keine Sekunde unnötig liegen lassen dachte ich und ab aufs Rad…..

Zwei Runden waren zu fahren. Die Strecke war sehr gut abgesichert, großteils flach, mit zwei Anstiegen die sich in Grenzen hielten. Alles lief rund, die neuen Laufräder wie am Schnürchen, und so kam ich mit einem guten Gefühl in die Wechselzone zurück…..ruck zuck war ich in den Laufschuhen…..Socken sind bei dieser Distanz überflüssig….keine Sekunde unnötig verlieren….

Und ab gings auf die letzten drei Runden….. Ich bin sofort in einen guten Rythmus gekommen und wie ich später mit Freude feststellte, es war wieder meine übliche Racepace….. endlich war sie wieder da….. nie die Spannung verlieren dachte ich mir und weiter geduldig bleiben….. Schritt für Schritt kam ich der Ziellinie näher…..

Mit einer Zeit von 2:30:50 (die Herren sind 4 min vor uns gestartet) hab ich sie schließlich überglücklich überquert……

1. Platz in meiner AK und somit österreichische Meisterin auf der olympischen Distanz 

Mit dieser Leistung hab ich mich zusätzlich für die EM 2019 in den Niederlanden UND für die WM 2019 in der Schweiz auf der olympischen Distanz qualifizieren können.

Freu mich riesig darüber, denn die Olympische ist definitiv nicht meine Paradedisziplin. Aber wer weiß…..

Wie sagt der Coachi immer: Überrasche dich selbst!!!

In diesem Sinne…….

……..alles Liebe und Gute und bleibt`s schön gsund!!!

Eure Hexi

 

 

 

 

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