24 Stunden Schwimmen 2014

Kaum ausgeschrieben, ist für mich klar: ICH WILL noch einmal die 24 Stunden im 50m Sportbecken der Parktherme Bad Radkersburg schwimmen. Und ich bin davon überzeugt, ich kann meine Bestleistung von 2008 (53,3 km) überbieten.

Die Vorbereitung lässt wieder einmal zu wünschen übrig, aber ich glaube an meine mentale Stärke und ich habe das beste Betreuerteam vor Ort, das man sich wünschen kann. Allen voran wieder Sonja, die mich bereits beim Radrennen so genial durch die 24 Stunden gebracht hatte. Coachi Markus, das ganze CYW Staffelteam, meine Eltern und meine Freundin Petra, die alle zusammen Sonja den Rücken stärken, was bei diesen Bedingungen wirklich nicht einfach ist.

Ich bin vor dem Start ungewöhnlich nervös und nur sehr schwer zu beruhigen. Keine Lust auf Frühstück……dass gibt mir zu denken. Das Wetter macht mir Sorgen, denn es hat zu regnen begonnen und das bedeutet Kälte……

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Ich kann es kaum abwarten ins Wasser zu kommen, in der Hoffnung mich ein wenig zu beruhigen, halte mich bis zum Schluss abseits der Menge auf und hab die Stöpsel meines IPods in den Ohren. Dann ist es endlich soweit. 11 Uhr……und der Startschuss fällt.

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Es regnet von Beginn an die ganze erste Halbzeit, teilweise sehr stark, und ich kämpfe wieder einmal gegen die Kälte. Sonja hält mich von Beginn an mit heißen Getränken und Suppe warm . Doch das ist nicht die einzige Herausforderung. Ich hab extreme Kopfschmerzen, brauche 1 1/2 Stunden bis ich in der Bahn meinen Rhythmus finden kann und muss zahlreiche Tritte einstecken. Einer davon trifft mich so unglücklich und beschert mir derartige Schmerzen in der Schulter, dass ich kurzfristig das Gefühl habe, das war es jetzt. Doch ich kämpfe weiter. Nach sechs Stunden bin ich bereits auf den 3. Platz nach vorne geschwommen. Ich wechsle die Badekappe, so kann ich zumindest meine Kopfschmerzen los werden. Es regnet noch immer sehr stark, was die Betreuung natürlich umso schwieriger macht. Sonja schreibt in ihrem Bericht: Eine verschärfte, beschi…. Variante von Wettkampfsituation. Aber sie macht ihre Sache wieder sensationell und lässt sich von nichts unterkriegen, auch vom Regen nicht.

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23 Uhr – Halbzeit – und ich freue mich auf die Nacht. Der Regen hat aufgehört, die Kopfschmerzen bin ich los, die Schulter hat sich beruhigt, mir ist nicht kalt, ich bin kein bisschen müde und fühl mich sehr wohl im Wasser. Sonja versorgt mich vermehrt mit Getränken in der Nacht, damit ich weiter warm bleibe. Sie macht ihre Sache so perfekt, lässt mich auch zu keiner Zeit ihr „Inneres“ anmerken. Dabei kämpft sie selber mit einer Achterbahn der Gefühle und auch Sorge um mich.

2 Uhr: Ich bin auf den 2. Platz nach vorne geschwommen und alles läuft bestens. Sonja und ich sind beide fit und haben alles gut im Griff 🙂

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5 Uhr 30: Die Nacht geht dem Ende zu und ich fange wieder an gegen die Kälte zu kämpfen. Meine Lippen sind blau und ich kann mir keine Pausen erlauben. Sobald ich stehen bleibe fange ich am ganze Körper zu zittern an. Sonja hält bei jeder Trinkpause die heisse Wärmeflasche parat, damit ich sie mir eine Minute an den Brustkorb halten kann. Das tut gut, trotzdem kühle ich immer mehr aus und kann kaum noch der Kälte trotzen. Um 6 Uhr 30 kommt Markus und hat die rettende Idee……..eine zweite Badekappe. Und tatsächlich…..die Kälte ist wieder erträglich und ich schwimm Länge für Länge weiter.

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Zwei Stunden vor Schluss bekomme ich die motivierende Nachricht: Ein gesicherter 2. Platz und meine persönliche Bestleitung bereits erreicht. Trotzdem zieh ich meine Längen und lass mich nicht aufhalten.

11 Uhr: I did it 🙂 Mit einer Sektdusche feiert mich mein gesamtes Team – unglaublich – ich habs wieder einmal geschafft 🙂 2. Platz und 57,35 km waren der Mühe Lohn 🙂

Solche Leistungen schafft man allerdings nicht alleine. Und deshalb geht mein ganz besonderer Dank an dieser Stelle an mein gesamtes Betreuerteam, allen voran Sonja!!!! DANKE Sonschi, du hast mich wieder so weltmeisterlich betreut, warst 40 Stunden non stop munter und musstest dir wirklich wieder ganz schön Sorgen machen. Ich freu mich jetzt schon, wenn ich nächstes Jahr DICH betreuen kann. Werde mein bestes geben, damit ich mich ein klein wenig revanchieren kann 🙂

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Danke auch an alle, die mir so fest die Daumen gedrückt haben und in Gedanken bei mir waren!

Bis zum nächsten Mal……. 🙂

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