JETZT ERST RECHT……

Was macht eine Ultraläuferin mit dem Befund „keine langen (ganz langen) Läufe mehr??? Genau…..sie setzt sich auf den Drahtesel – Baby verzeih mir den Ausdruck – und tritt 24 Stunden in die Pedale. Ohne Vorbereitung, eine Woche vor dem Start kurzfristig angemeldet, nach dem Motto: „Jetzt erst recht!“ Und es hat super funktioniert 🙂 WARUM? Weil zwei Dinge stärker waren als jeder Zweifel: 1. Mein Kopf und 2. mein sensationelles Betreuerteam, allen voran Sonja, die in der Nacht alleine war, einen zweiten Schützling kurz vor dem Start zur Versorgung dazu bekommen hat und ihre Sache WELTKLASSE erledigt hat!!!! Nachdem ich selber oft genug betreut habe, weiß ich was es heißt die ganze Nacht munter zu bleiben, der feuchten Kälte trotzen, die Sorgen um den Athleten nicht zeigen usw……. SONSCHI war einfach PERFEKT!!!

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Schon vor dem Start hat sie mich von allem gut abgeschirmt. Da lag ich auf meiner Liege und versuchte drei Stunden vor dem Start mein Schlafdefizit der letzten Wochen irgendwie zu reduzieren.

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Aber was die Ruhe vor dem Sturm nicht zu ändern schaffte, erledigte das Adrenalin, das um 18 Uhr beim Start meinen Körper flutete und bis 1 Uhr in der Früh gute Dienste leistete. Dann kam der erste Müdigkeitseinbruch. Doch kein Problem, Sonschi brachte mich super drüber, genauso wie über ein kleines Kreislaufproblem um 7 Uhr morgens.

Um 8 Uhr morgens kam dann meine Freundin Petz dazu, die fortan Sonschi unterstützend zur Seite stand. Ich war wieder voll da und fuhr den ganzen Vormittag als gäbe es kein Morgen mehr. Ein kleines Problem mit der Kette konnte ich relativ rasch selber erledigen, ansonsten gab es nur mich und mein Rad…….bis 13 Uhr.

Fünf Stunden vor Schluss dann der große Einbruch meiner Lunge. Das Belastungsasthma hatte wieder einmal zugeschlagen. Aber mein Weltklasseteam stand hinter mir, motivierte und pushte mich, ließ mich nicht aufgeben und brachte mich Runde für Runde durchs Rennen. Um 15 Uhr kam dann auch noch Oli, der meine Nackenmuskulatur immer wieder lockerte.

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Großer Dank auch an Physiotherapeut Hannes aus Bad Radkersburg, der mir meine Lungenpunkte so gut bearbeiten konnte, dass auch die letzten Runden noch machbar waren für mich.

Der Lohn der Mühen: 523 km und Platz 3, den ich hier mit all meinen Helferlein und guten Engerln teilen möchte. Danke auch an „Mundl“ Raimund Pucher, der mir die Sitzposition vier Tage vor dem Rennen noch sensationell eingestellt hat.

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Es war ein großartiges Erlebnis für mich mit euch allen und ich freu mich jetzt schon auf den nächsten Streich 🙂

24 Stunden schwimmen in Bad Radkersburg……

Herzlichst eure HEXI 🙂

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